Ambulante Chemotherapie: Ertragsteuer- und Umsatzsteuerpflicht der im Krankenhaus durgeführten Zytostatika-Therapie

Die Abgabe von Zytostatika bei einer ambulant im Krankenhaus durchgeführten Chemotherapie ist sowohl körperschaftsteuerlich als auch umsatzsteuerlich umstritten. Körperschaftsteuerlich ist fraglich, dann noch ein Zweckbetrieb vorliegen kann, umsatzsteuerlich muss geklärt werden, ob die Behanldung eng mit der ärztlichen Heilbehandlung verbunden ist.­ Körperschaftsteuer Die Abgabe von Krebsmedikamenten (sog. Zytostatika) durch ein Krankenhaus im Rahmen ambulanter Chemotherapien ist nach Meinung des 9. und des 10. Senates des FG Münster ein nicht der Körperscchaftsteuer unterliegender Zweckbetrieb (FG Münster 24.10.12, 10 K 630/11 K; BFH I R 82/12; FG Münster 23.2.12, 9 K 4639/10 K, G, BFH I R 31/12). Die Zytostatika-Abgabe durch die Krankenhausapotheke ist als Bestandteil der einheitlichen Krankenhausleistung „ambulante Behandlung“ anzusehen und wird daher wie die Behandlung selbst dem Zweckbetrieb (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 S. 1 KStG) zugerechnet. Beide Entscheidungen weichen damit jedoch von der Verwaltungsauffassung ab (vgl. KSt-Kartei SH, § 5 KStG, Karte H 13.10) ...Zum vollständigen Artikel

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