Kontrollfreaks im Kultladen? - Das "Handbuch für Store-Mitarbeiter" von Abercombie & Fitch

In seinem Prvatjet lässt er sich von atraktiven Stewards bedienen, die FlipFlops und Boxershorts und ein bestimmtes Parfüm tragen und die auf jede seiner Anweisungen mit "No Problem" reagieren müssen. Der Inhaber des Mode-Labels Abercombie & Fitch, Michael Jeffries hat sehr spezielle Vorstellungen von Mitarbeiterführung, die sich in einem sehr konkreten, teils skurrilen Regelwerk für das von ihm beschäfitgte Flugpersonal wiederfinden. Leicht abgeschwächt finden sich solche Regeln auch in einem Handbuch für die Verkaufs-Angestellten seines Konzerns wieder, und diesen Regeln widmet die Abendzeitung München heute eine doppelseitige Veröffentlichung, nachdem zuvor schon die Huffington Post, die Welt und der Spiegel ausführlich berichtet hatten. Jeffries Filosofie ist, jungen und attraktiven Menchen von jungem und attraktivem Personal junge und attraktive Klamotten zu verkaufen. Da muss der Gesamteindruck stimmen, und entsprechend detailliert sind die Anweisungen an das Personal im erwähnten 24-seitigen Handbuch, angefangen beim Haarschnitt über Rasur und Make-Up bis hin zur Farbe der Zehennägel. Teils sind die Regeln nachvollziehbar und arbeitsrechtlich unbedenklich. Zum einem guten Teil erzeugen sie aber erhebliches Stirnrunzeln: Immer, wenn ein Mitarbeiter die Geschäftsräume verlässt, muss ein Mitglied des Managements eine "ausführliche" Taschen- und Mantelkontrolle vornehmen. Der gesamte Müll der Filiale muss unter Aufsicht des Managements in durchsichtigen Müllbeuteln entsorgt werden. Trinken während der Arbeitszeit ist verboten. Wer auf die Toilette will, muss sich beim Store-Manager abmelden. Die Diskussion um die Leibesvisitation von Arbeitnehmern reißt nicht ab und erreichte bereits wegen der von Amazon ergriffenen Maßnahmen im Sommer letzten Jahres einen Höhepunkt ...Zum vollständigen Artikel

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