Zitatrecht und andere Irrtümer im Urheberrecht

Im Urheberrecht gibt es nicht nur Copyfraud und andere Sünden, sondern auch viele rechtliche Irrtümer. Aktuelle Beispiele dafür finden sich in einem SOMEXCLOUD-Artikel von Christine Mäder über «Content und Copyright in Social Media» – einerseits zum Zitieren von fremden Inhalten (mit Hervorhebung durch den Autor) …

Zitieren nur mit «Wiederverwendungserlaubnis»?

«Wer von euch hat schon einmal Ausschnitte […] eines fremden Blogartikels auf dem eigenen Blog verwendet? Zwar mit Quellenangabe, aber ohne beim Autoren um Erlaubnis zu bitten? Ich habe den Eindruck, dass dies unter Bloggern ziemlich üblich ist. Man verweist gegenseitig auf die Artikel des anderen und gibt dabei auch immer brav die Quelle bzw. den Link zum Ursprungsartikel an. Dieses Vorgehen entspringt ja meist einem guten Willen. Man schätzt, was ein anderer geschrieben hat, und möchte dies teilen. Ist das rechtlich überhaupt erlaubt? Weit gefehlt. Bildzitate gibt es im Schweizerischen Recht schon gar nicht. Und auch Textzitate sind nur in sehr beschränktem Rahmen erlaubt. Von Gesetzes wegen müsste für jeden wiederverwendeten Satz (selbst mit Quellenangabe) eine Wiederverwendungserlaubnis eingeholt werden.»

Das Urheberrecht in der Schweiz sieht Zitate ausdrücklich vor (Art. 25 URG). Für das Zitieren – beispielsweise durch Blogger aus anderen Weblogs – ist weder eine «Wiederverwendungserlaubnis» noch eine sonstige Genehmigung notwendig.

Urheberrechtlich geschützte Inhalte beziehungsweise Werke dürfen in der Schweiz grundsätzlich frei zitiert werden um eigene Aussagen zu erläutern, zu veranschaulichen oder mit Hinweisen zu versehen. Zitate sind gemäss herrschender Lehre für alle Kategorien von Werken möglich, das heisst auch Bildzitate können verwendet werden und das Zitatrecht beschränkt sich nicht ausschliesslich auf Texte ...

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