BGH: Das große Familiengericht wird noch größer... Zuständigkeit weit auszulegen.

In 2009 hatte man sich getrennt. Zuvor hatte man in einem großzügigen Anwesen gelebt, in dem er eine 83 qm große Einliegerwohnung von ihr zur Nutzung als Architekturbüro gemietet hatte. Ab Trennung zahlte er keine Miete mehr, da seiner Ansicht nach der Sohn den größten Teil dieser Einliegerwohnung benutzte nun im Übrigen Verrechnungsmöglichkeiten bestanden, die er in Anspruch nehmen wolle. Die Ehefrau klagte die Miete beim Landgericht ein... ...und wurde von dort ans Familiengericht verwiesen, da dieses auch für den (Gewerberaum-)Mietstreit zuständig sei. Dieser Ansicht war auch der BGH (Beschluss vom 05.12.2012 - XII ZB 652/11).
" Im Hinblick auf die gewünschte möglichst umfassende Zuständigkeit der Familiengerichte ist der Begriff des Zusammenhangs mit der Beendigung der ehelichen Gemeinschaft großzügig zu beurteilen... Da (gewerbliche) Mietverhältnisse nicht unter eine der in § 266 Abs. 1 FamFG genannten Spezialzuständigkeiten fallen, können auch diese Rechtsverhältnisse als sonstige Familiensachen zu qualifizieren sein, wenn der erforderliche Zusammenhang im Sinne des § 266 Abs. 1 Nr. 3 FamFG gegeben ist.. ...
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