Passive Unterstützung bei einer Straftat und die Qualifikation der gemeinschaftlichen Körperverletzung

Vertraut ein Täter lediglich auf die Hilfe seiner Freunde am Tatort, so rechtfertigt dies noch keine gefährliche Körperverletzung iSd §§ 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Düsseldorf unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verurteilt. Der Angeklagte soll sich innerhalb einer Gruppe Jugendlicher aufgehalten haben. Dabei kam es mit einer anderen Gruppe zu einem verbalen Streit.

Nach Ansicht des Landgerichts soll es dem Angeklagten klar gewesen sein, dass er sich bei einer anstehenden Schlägerei auf seine Freunde verlassen könne. Deswegen wertete das Landgericht die anschließende Schlägerei als eine gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB.

Dagegen legte die Strafverteidigung erfolgreich Revision ein. Der Bundesgerichtshof (BGH) führt aus, dass es grundsätzlich ausreichen kann, dass ein anwesender Tatgenosse bewusst die Wirkung der Körperverletzungshandlung in einer Weise verstärkt, welche die Lage des Verletzten zu verschlechtern geeignet ist. Im vorliegenden Fall gestaltete sich dies jedoch anders:

“Daran fehlt es hier indes ...

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