Palandt: Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch

Das neue Jahr hat gerade begonnen und auf unserem Schreibtisch landet der brandneue Palandt 2013. Im zuverlässigen Jahresturnus arbeitet der Standardkommentar aus der nahezu unüberschaubaren Stofffülle die wesentlichen Informationen heraus und bietet mit über 5.000 aktuell berücksichtigten höchstrichterlichen Entscheidungen der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs treffsichere Antworten für die Praxis. Eigentlich bedarf es keiner vielen Worte, um den Palandt zu beschreiben, denn kein anderer Kommentar ist in der gerichtlichen Praxis derart verwurzelt wie dieser. Trotzdem haben wir die aktuelle Auflage einer kritischen Prüfung unterzogen. Nach der Erstauflage im Jahr 1938 erscheint der von Otto Palandt begründete Kommentar seit 1949 in jährlicher Neuauflage und hat sich seitdem zum wichtigsten Standardkommentar im Zivilrecht entwickelt. Entstanden ist das Werk allerdings auf staatliche Weisung durch die NS-Diktatur, um die ideologisch geprägte Auslegung des BGB zu fördern und zugleich den Einfluss anderer Kommentare zu vermindern, deren Verfasser teilweise jüdischer Herkunft waren. Die Neufassung eines Kommentars wurde u.a. an Dr. Otto Palandt übertragen, der Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes und Mitglied der Akademie für Deutsches Recht war; tatsächlich hatte Palandt zur Erstauflage "seines" Kommentars selbst kaum eine Zeile beigesteuert. Nach der 10. Auflage schied er als Bearbeiter aus - übrig blieb allerdings sein Name auf dem Einband, den heute jeder Jurist kennt und mit dem erfolgreichen Kommentar in Verbindung bringt. Trotz allem ist der Palandt zurecht aus der anwaltlichen und richterlichen Praxis nicht mehr wegzudenken - und das, obwohl gerade in jüngerer Vergangenheit einige ernstzunehmende Wettbewerber das juristische Parkett betreten haben ...Zum vollständigen Artikel


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