“Sie haben das Recht auf einen Anwalt!” – oder doch nicht?

Viele kennen diese Phrase aus amerikanischen Filmen und Serien. Sie ist teil der Belehrung die einem mutmaßlichen Verbrecher bei der Festnahme vorgetragen wird. Ob dies auch in Indien der Fall ist, ist dem Autor nicht bekannt. Womit das Thema aber wohl eindeutig bestimmt wäre. Die 6 Männer die Mitte Dezember eine 23-jährigen Studentin in einem Bus vergewaltigt haben, sollten heute zur Vorlage der Anklageschrift vor Gericht erscheinen. Doch auf Grund des großen Medienintresses und der großen Anteilnahme der Bevölkerungen erwies sich dieses Vorhaben als schwierig, vor allem, als ein Anwalt sich bereit erklärte die Verteidigung einiger Angeklagter zu übernehmen. Andere Anwälte und viele der anderen Anwesenden Demonstranten verlangten daraufhin den Angeklagten jegliches Recht auf einen Rechtsbeistand abzusprechen, da diesen ein solcher auf Grund der Grausamkeit und beispielslosen Brutalität nicht zustünde.

Diese Reaktion ist sicherlich und vor allem in Anbetracht der Zustände bezüglich der hohen Zahl an nicht verfolgten Vergewaltigungen in Indien nachvollziehbar. Auch die Ausführungen eines Gurus, das Opfer der Vergewaltigung trage ebenso Schuld daran, wie die Täter trägt nicht unbedingt zur Beruhigung der Lage bei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK