ArbG Krefeld: Böller im Dixi-Klo - Später Sylvesterscherz rechtfertigt fristlose Kündigung

Passend zur Jahreszeit hat das ArbG Krefeld in einer jetzt bekannt gegebenen Entscheidung (Urteil vom 20.11.2012 – 2 Ca 2010/12) über die arbeitsrechtlichen Folgen einen verspäteten „Sylvesterscherzes“ geurteilt. Der Kläger arbeitete bei der Beklagten als Gerüstbauer und Vorarbeiter. Im Sommer vergangenen Jahres brachte in einem auf einer Baustelle aufgestellten Dixi-Klo einen Feuerwerkskörper (Böller) zur Explosion, während sich dort sein Arbeitskollege aufhielt. Dieser zog sich aufgrund der Explosion Verbrennungen am Oberschenkel, im Genitalbereich und an der Leiste zu und war in der Folge drei Wochen arbeitsunfähig. Die Beklagte kündigte dem Kläger wegen dieses Vorfalls fristlos. Der Kläger erhob gegen die Kündigung Klage und hat die Ansicht vertreten, dass keine so schwerwiegende Pflichtverletzung vorliege, dass dies unmittelbar die fristlose Kündigung rechtfertige. Der kollegiale Umgang auf Gerüstbaustellen sei auch schon mal etwas ruppiger. Scherze seien durchaus üblich, dabei sei in der Vergangenheit auch öfter bereits mit Feuerwerkskörpern gescherzt worden. Derartiges habe im Kollegenkreis als Stimmungsaufheller gegolten. So sei es auch an dem fraglichen Tag geplant gewesen. Die Herbeiführung von Verletzungen bei dem Arbeitskollegen sei nie beabsichtigt gewesen ...

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