Anonymität Fehlanzeige ? Anspruch des Kindes auf Nennung des Namens des biologischen Vater

Wie die Bild in der heutigen Ausgabe berichtet, klagte eine 21jährige Frau auf Herausgabe des Samenspendernamens. Den Mann, den die Frau bisher als Vater betrachtet hatte, war unfruchtbar. Daher hatte sich ihre Mutter für die Zeugung mittels Samenspender geholfen.

Nun ist – so die Zeitung – vor dem Oberlandesgericht Hamm ein Verfahren rechtshängig, in dem die Frau weiter auf Auskunft klagt. Ob sie einen solchen Anspruch hat, ist in der Rechtsprechung nicht unumstritten. In der ersten Instanz hatte das Amtsgericht den Anspruch noch abgewiesen.

1) Anspruch auf Nennung des Samenspenders gegen die Klinik

Obwohl die Zeitung den Antragsgegner nicht ausdrücklich benannte, wird dies sicherlich die Klinik gewesen sein, da die Mutter den Namen nicht kannte. Die Klinik wehrt sich natürlich gegen das Verfahren, weil in der Regel die Klinik mit dem Samenspender Anonymität vereinbart. Grundsätzlich ost die Klinik in der Lage den Namen herausgeben, weil sie gemäß den Richtlinien der Bundesärztekammer eine Dokumentationspflicht hat. Diese ergibt sich aus Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion, Novelle 2006, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer Stand: 19.05.2006. Dort heißt es in Ziffer 5.3.3.2:

5.3.3.2 ...

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