Schuldeingeständnis der Schweizer Wegelin-Bank: Bricht das Schweizer Bankgeheimnis bald völlig zusammen?

Bankengründer Emil Wegelin, Quelle: wikimedia commons

Spektakulär, wenn auch nicht ganz unerwartet, ist das Geständnis, das der Teilhaber der altesten Schweizer Privatbank Wegelin & Co., Otto Bruderer, gestern vor einem US-Bezirksgericht in Manhattan abgelegt hat. Jawohl, die Bank hat wissentlich US-Bürgern geholfen, Steuern am Fiskus vorbeizuschmuggeln und auf Schweizer Konten zu deponieren, räumte Bruderer ein und erkaufte seiner Bank damit eine Verfahrenseinstellung, die allerdings am 4.März noch richterlich bestätigt werden muss. 74 Millionen Dollar Geldbuße wird das 1741 gegründete Bankhaus zahlen und danach seine Geschäftstätigkeit im Bankensektor vollständig einstellen, wie bei stern.de nachzulesen ist.

Schon vor einem Jahr hatte die US-Justiz ein Strafverfahren gegen drei Manager der Bank eingeleitet und ein ruinöses Verfahren gegen die Bank selbst in Aussicht gestellt. Aus Furcht vor einer existenzbedrohenden Strafe hatte Wegelin daraufhin einen Großteil seines Geschäfts für geschätzte 250 Millionen Euro an die Raiffeisen-Gruppe verkauft und das Privatkundengeschäft mit Ausnahme der US-Kunden in eine neue Bank mit dem Namen Notenstein überführt. Die Wegelin-Bank wurde de facto nur noch als “Bad Bank” weitergeführt, um das Strafverfahren in den USA zu einem Abschluss bringen zu können ...

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