Vater vom Winnenden-Amokläufer verklagt Klinik auf 8,8 Millionen Schadensersatz

Vor rund drei Jahren kam es in Winnenden zu dem tragischen Amoklauf in einer Schule. Dabei starben 15 Menschen, während sich der Täter später selbst hinrichtet. Gegen den Vater des damaligen Schützen läuft momentan ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung, weil er seine Waffen nicht ausreichend vor seinem Sohn gesichert haben soll, die dieser bei seiner Tat verwendete.

Nun geht der Vater aber in die Offensive gegen die Jugendpsychiatrie, in der sein Sohn in Behandlung war. Der Sohn soll seine Tötungsfantasien gegenüber den Ärzten offenbart haben. Diese sollen die Eltern darüber aber nicht informiert haben. Deswegen soll die Haftpflichtversicherung der Klinik einen Teil der Schadensersatzforderungen der Stadt und der Hinterbliebenen begleichen. Gegen den Vater stehen nämlich Schadensersatzforderungen in Höhe von 18 Millionen Euro im Raum, rund 8,8 Millionen soll nun das Krankenhaus zahlen. Die Klinik weigert sich jedoch bisher. Daher wird wohl ein Zivilgericht über die Frage des Mitverschuldens der Jugendpsychiatrie entscheiden müssen.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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