Böller in Dixi-Klo = schlechter „Silvesterscherz“ = fristlose Kündigung

Da soll noch einer behaupten, Arbeitsrecht sei so trocken und sowieso einfach nur langweilig. Wie nah das Arbeitsrecht dem realen Leben steht, wird deutlich, wenn man sich eine aktuelle Pressemitteilung des ArbG Krefeld zu Gemüte führt, die sich – pünktlich zum erst wenige Tage zurückliegenden Jahreswechsel – mit einem arbeitsrechtlichen „Kracher“ befasst. Was war geschehen?

Am 07.08.2012 brachte er auf einer Baustelle einen Feuerwerkskörper („Böller“) in einem Dixi-Klo zur Explosion, während sich dort sein Arbeitskollege aufhielt. Der in der Toilette befindliche Kollege des Klägers zog sich aufgrund der Explosion u.a. im Genitalbereich Verbrennungen zu und war in der Folge 3 Wochen arbeitsunfähig.

Die 2. Kammer hat entschieden, dass die Verletzung eines Arbeitskollegen durch einen explodierenden Feuerwerkskörper die vom Arbeitgeber ausgesprochene fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigt (Urt. v. 30.11.2012 – 2 Ca 2010/12). Unerheblich war für das Gericht, ob der Böller von oben in die Toilettenkabine hineingeworfen oder – wie der Kläger behauptete – an der Tür befestigt worden war, von wo er sich aus Versehen löste und dann in der Kabine explodierte ...

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