Prozessbeginn: Verabredete sich ein Trio zum Mord?

Vor dem Landgericht Ellwangen beginnt ein Prozess gegen drei Männern, die sich zu einem gemeinschaftlichen Mord per SMS verabredet haben sollen. Die Männer sollen geplant haben, zwei Frauen samt Tochter zu entführen, zu missbrauchen und anschließend zu töten.

Während zwei 54-Jährige die Tat abstreiten und aussagten, dass es lediglich Spinnereien zwischen Freunden war, schweigt der dritte 41-jährige Angeklagte zum Vorwurf. Der 41-Jährige wird jedoch von seinen Mitangeklagten schwer belastet. Denn als der Mann einen konkreten Termin und ein konkretes Opfer nannte, wollen die anderen beiden erkannt haben, dass er es ernst meine und wären, nach eigenen Angaben, “ausgestiegen”. Zum Prozessbeginn klärte das Gericht die Angeklagten darüber auf, dass die Verabredung zu Mord ähnlich wie versuchter Mord bestraft wird. Den Männern droht bei einer Verurteilung somit eine Freiheitsstrafe zwischen drei und 15 Jahren. Entscheidend wird unter anderem sein, wie konkret der Plan bereits fortgeschritten war.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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