BGH: Beim Drogenhandel iSd § 29 BtMG muss das Urteil die Wirkstoffmenge beinhalten

Werden die Drogen vor dem Verkauf sichergestellt, so ist dies ein Milderungsgrund

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Münster wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in zwölf Fällen, davon in einem Fall in nicht geringer Menge, und wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Dabei gab das Landgericht jedoch in den Urteilsgründen nicht den Wirkstoffgehalt des Marihuanas an. Dagegen richtet die Strafverteidigung ihre Revision. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellt fest, dass ohne diese Angaben eine Überprüfung durch das Revisionsgericht nicht möglich ist:

“Ohne diese Angabe vermag das Revisionsgericht nicht zu prüfen, inwieweit die Einzelstrafen rechtsfehlerfrei bemessen sind, da die Wirkstoffmenge einen wesentlichen Umstand für die Beurteilung der Schwere der Tat und die Bestimmung des Schuldumfangs darstellt ...

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