Ein paar Mediatoren sind zu wenig!

Es reicht nicht aus, in einem Unternehmen ein paar Mitarbeiter als Mediatoren ausbilden zu lassen. Damit besteht zwar eine verbesserte Möglichkeit, Konflikte im Unternehmen zu lösen, ein Konfliktmanagementsystem ist das noch lange nicht.

Zur Einführung eines Konfliktmanagementsystem gehört notwendigerweise auch die Einführung einer Konfliktkultur im Unternehmen. Konflikte im Unternehmen können nur dann bearbeitet und gelöst werden, wenn sie als solche auch wahrgenommen werden. Konfliktkultur bedeutet zunächst, dass Konflikte von ihrem Negativ-Image befreit werden. Konflikte sind nie oder nur selten per se negativ. Konflikte helfen auch, ein Unternehmen voranzubringen, Unterschiede aufzuzeigen und neue Ideen einzubringen. Negativ wird ein Konflikt in aller Regel dadurch, dass er nicht oder falsch beigelegt wird und so eskaliert.

Das Herausholen des Konflikts aus der Schmuddel-Ecke ist kein Selbstzweck. Es geht darum, dass Konflikte möglichst frühzeitig einem Konfliktlösungssystem zugeführt wird. Dies geht nur, wenn er offen gelegt wird. Leider liegt es im menschlichen Normalverhalten, Konflikte nicht oder nur ungern zu benennen. Es ist daher notwendig, dass im Unternehmen alle Hindernisse, Konflikte zu benennen, ausgeräumt werden. Konflikte sollten entweder von den am Konflikt unmittelbar Beteiligten, mittelbar Betroffenen oder Zeugen des Konflikts benannt werden und dem Konfliktbearbeitungssystem des Unternehmens zugeführt werden ...

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