Schweinemastbetrieb oder Seniorenwohnanlage

Aller Vorraussicht nach ist eine Seniorenwohnanlage in unmittelbarer Nachbarschaft eines Landwirtschaftlichen Betriebes unzumutbaren, von der Hofstelle stammenden Lärmimmissionen ausgesetzt, so dass immissionsmindernde, den landwirtschaftlichen Betrieb einschränkende Maßnahmen angeordnet werden müssten und damit unzulässigerweise in den bestandsgeschützten landwirtschaftlichen Betrieb eingegriffen werden würde.

So das Verwaltungsgericht Osnabrück in einem Verfahrens auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen die von der Stadt Lingen erteilte sofort vollziehbare Genehmigung zum Bau einer Wohnanlage mit 17 Seniorenwohnungen im Stadtteil Baccum. Nordöstlich des Baugrundstückes schließt – lediglich durch eine innerörtliche Straße getrennt – eine größere, am Rande der Ortsbebauung liegende Hofstelle eines landwirtschaftlichen Betriebes an. Dort wird aufgrund entsprechender Genehmigungen eine größere Schweineaufzucht und Schweinemast betrieben. Angesichts der durch diese Tierhaltung verursachten Geräusch- und Geruchsimmissionen befürchtet der Eigentümer der Hofstelle im Hinblick auf den Schutz der genehmigten Seniorenwohnungen behördliche Beschränkungen seiner betrieblichen Tätigkeit und beantragte, der Genehmigungsempfängerin vorläufig zu untersagen, von der Baugenehmigung Gebrauch zu machen ...

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