Der Mediationsvertrag

Die Stellungnahme von RA Olav Sydow “Wie man als Mediator die Anwälte der Parteien verprellt” zu meinem Artikel “Mediation und Collaborative Law” veranlasst mich, offenbar vorhandene Informationsdefizite hinsichtlich des Mediationsvertrages auszuräumen.

Zunächst einmal: Der Mediationsvertrag ist der Vertrag, der bei Beginn der Mediation zwischen den Beteiligten am Konflikt (den Medianden) und den Mediatoren abgeschlossen wird.

Es handelt sich in aller Regel um einen dreiseitigen Vertrag. Beteiligt sind einmal der oder die Mediatoren sowie die Medianden (in aller Regel mindestens zwei). In einem solchen Mediationsvertrag werden aber in aller Regel nicht nur Rechte und Pflichten geregelt, die nur zwischen Medianden und Mediator bestehen, sondern auch Rechte und Pflichten zwischen den Medianden.

Festgelegt wird in aller Regel zunächst einmal der Gegenstand der Mediation, die Vergütung des Mediators und Regelungen zur Terminsabsage. Oft finden sich auch Regelungen über die Rolle des Mediators, dessen Neutralität und Unabhängigkeit sowie zur Verschwiegenheitspflicht. Vieles hiervon ist mittlerweile Mediationsgesetz geregelt.

Viele Regelungen innerhalb eines Mediationsvertrages betreffen aber auch das Verhältnis der Medianden untereinander ...

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