Das IPv6 –Protokoll: Endpunkt des Datenschutz?

Neue Herausforderungen für den Datenschutz durch IPv6:

Bricht im Internet durch das IPv6 Protokoll ein neues Zeitalter an, in dem eine weltweite Totalüberwachung jedes Einzelnen möglich wird? Diese Horrorvision wird derzeit von so manchen Datenschützern gezeichnet. Welche Folgen das IPv6 Protokoll für die Privatsphäre haben wird, soll hier kurz dargestellt werden.

Eine ausführliche Analyse (mit vielen Quellen) finden sie als Gastbeitrag meiner Kanzlei in dem Blog http://www.IP-Notiz.de

a) Hintergrund zu IPv6

IPs (Internet Protocol) sind zwingend nötig zur Funktion des Internets. Über diese werden die Datenströme zugeordnet und geleitet. Bislang beruht dies auf dem IPv4 Protokoll, welches aus 32 Binarstellen (Bits) besteht und somit nur ca. 4 Milliarden Kombination zulässt. Die Einführung von IPv6 wurde nötig, da nicht genug IP-Adressen für die fortschreitende Technik vorhanden sind. IPv6 lässt demgegenüber 340 Sextillionen Adressen zu. Damit kann jedem einzelnen Gegenstand eine einzelne IP-Adresse zugeordnet werden. Daraus ergibt sich die datenschutzrechtliche Problematik.

b) Sind IP-Adressen personenbezogene Daten?

Rechtlich ist dazu von § 3 Absatz 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auszugehen. Danach sind personengezogene Daten alle „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlicher Person“ sind. IP-Adressen sind jedenfalls Einzelangaben, die persönliche oder sachliche Verhältnisse beschreiben. Entscheidend ist die Frage, ob dadurch eine einzelne Person „bestimmt“, also konkret ermittelt, werden kann. Darüber herrscht in der juristischen Literatur große Uneinigkeit.

Es gibt zwei Lager: Nach der „objektiven Theorie“ ist eine IP-Adresse objektiv gesehen personenbezogen, da aufgrund vieler technischer Möglichkeiten auf irgendeine Weise zumindest theoretisch ein Personenbezug hergestellt werden kann ...

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