Mediation und Collaborative Law

Ich hatte unter dem Titel: Der 5. Weg zur Scheidung über die zumindest in Europa noch weitgehend unbekannte Methode “Collaborative Law” zur Konfliktlösung berichtet. Einer der wichtigsten Grundsätze dieser Methode ist, dass sich die Beteiligten (also Klienten und Anwälte) verpflichten, die Gerichte möglichst nicht zu bemühen sondern eine einvernehmliche Lösung zu finden und dass die beteiligten Anwälte bei einem Scheitern des Collaborative Law Verfahrens die Klienten in einem anschließenden Gerichtsverfahren nicht vertreten werden. Diese Verpflichtung trifft sowohl die Parteien als auch die Anwälte.

Im Mediationsverfahren wird in der Regel darauf hingewirkt, dass die Beteiligten sich – auch bei einem juristischen Mediator – jeweils anwaltliche Beratung holen, damit sie den Kenntnisstand haben, eine eigenverantwortliche Lösung zu finden. Nur wer seine Rechte kennt, kann ermessen, ob er auf etwas verzichtet oder etwas hinzugewinnt. Dieses Wissen ist nötig, um eine eigenständige Lösung für die eigenen Bedürfnisse u entwickeln.

Trotzdem haben Mediatoren immer ein wenig Bauchgrimmen, wenn die Konfliktparteien Anwälte beauftragen. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass man das juristische Wissen des Mandanten als störend empfindet ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK