Untreue: Postbeamter des Bundestags soll fast 800.000 Euro veruntreut haben

Ein Postbeamter des Bundestags musste sich vor dem Berliner Landgericht wegen besonders schwerer Untreue verantworten. Insgesamt soll er fast 800.000 Euro veruntreut haben. Ein wegen Beihilfe angeklagter Postbote soll den Beamten mit Blankobelegen für Nachnahmesendungen versorgt haben. Anschließend fingierte er Nachnahmesendungen und autorisierte rund 250 unberechtigte Zahlungen.

Bezahlt wurde das ganze durch eine Zahlkarte für Geschäftskunden der Post, die mit einem Konto des Bundestags verbunden war. Selbst als der Bundesrechnungshof die Belege überprüfte, gab es keine Beanstandungen. Der 43-Jährige erbeutete so bis zu 6900 Euro im Monat. Erst als eine neue Chefin auftauchte, flog der Schwindel auf. Insgesamt gestanden die Männer vor Gericht nun die Taten zurückgehend bis in das Jahr 2002. Viele der Fälle sind jedoch bereits verjährt. Der Angeklagte befand sich außerdem für vier Monate in Untersuchungshaft. Der Prozess wird fortgesetzt.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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