Provinzial-Chef erfand Angriff

Der Chef des Versicherungskonzerns Provinzial Nordwest behauptete, dass er auf dem Weg aus einer Tiefgarage von einem Unbekannten mit einem Schraubenzieher angegriffen wurde. Die Polizei Münster gründete daraufhin eine zwölfköpfige Ermittlungskommission, die den Vorfall aufklären sollte. Nun gab der Manager gegenüber Staatsanwaltschaft und Ermittler zu, dass es diesen Angriff nie gab und er ihn sich ausgedacht hatte. Der Mann begründet sein Verhalten mit massivem Druck auf sich und seiner Familie. Die Provinzial steht nämlich möglicherweise vor einer Übernahme durch den Allianz-Konzern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun zwar wegen Vortäuschens einer Straftat, hat jedoch bereits verlauten lassen, dass man das Verfahren gegen eine angemessene Geldbuße einstellen würde.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

Ähnliche Beiträge: Verfahren gegen Ex-Vorstände droht zu scheitern Manager / Pflichtverletzung / Übernahme / Milliarden / Strafverteidigung / Hauptverfahren Das Verfahren gegen die früheren Manager der BayernLB wackelt. Laut Staatsanwaltschaft hat der gesamte frühere Vorstand eine Pflichtverletzung begangen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK