Die wichtigsten 7 Gesetzesänderungen im Familienrecht

Es stehen uns die ersten wichtigen Änderungen für das Jahr 2013 bevor. Es betrift insbesondere diejenigen, die von Unterhaltszahlungen betroffen sind: egal, ob Sie Zahler oder Empfänger sind. Diese 7 Gesetzesänderungen sind für Sie wichtig!

1. Kindesunterhalt

Im Jahre 2013 wird es eine neue Düsseldorfer Tabelle geben. Die Unterhaltsbeträge werden nicht erhöht. Dies liegt daran, dass das Existenzminium für Kinder auch in diesem Jahr auch nicht erhöht wurde. Da sich der Kindesunterhalt gemäß der Düsseldorfer Tabelle an das Existenzminimum anlehnt, erhöht sich der Kindesunterhalt nur, wenn sich das Existenzminimum erhöht.

Dagegen steigen die Selbstbehalte der Unterhaltsverpflichteten gegenüber dem Berechtigten wie folgt an:

Selbstbehalte gegenüber

den eigenen Kindern bis 21 Jahren in allgemeiner Schulausbildung und im Haushalt eines Elternteils lebend: wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.000,00€; wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 800,00€; volljährigen Kindern: 1.200,00€ statt 1.150,00€; dem Ehegatten oder der nichtehelichen Mutter/dem nichtehelichen Vater: 1.100,00€ statt 1.050,00€; gegenüber den Eltern 1.600,00€ statt 1.500,00€ (im Rahmen des Elternunterhaltes)

Die Düsseldorfer Tabelle gilt dann für alle Unterhaltsansprüche, die ab dem 01.01.2013 entstehen.

2. Ehegattenunterhalt

Auch im Ehegattenunterhalt gibt es eine wichtige Änderung im Rahmen der Befristung und der Begrenzung von nachehelichen Unterhaltsansprüchen. Am 13.12.2012 hat der Bundestag entschieden, dass § 1578b BGB sich ab dem 01.03.2013 verändert.

Der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten konnte herabgesetzt oder zeitlich befristet werden, wenn eine weitere Unterhaltszahlung auch unter Berücksichtigung der Belange eines Berechtigten unbillig wäre. Dabei war früher zu berücksichtigten, inwieweit durch die Ehe Nachteile im Hinblick auf die Möglichkeit eingetreten sind, für den eigenen Unterhalt zu sorgen ...

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