Anwaltliches Selbstverständnis?

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Artikel zum Thema “Vom Juristen zum Konfliktmanager” geschrieben. Ein Kommentar von “Werner” hierzu lautete wie folgt:

Würden Sie von jemandem, der Fernseher verkauft, auch erwarten, dass er sein Angebot um Bücher erweitert und den Kunden, der einen Fernseher will, zuvor ausführlich über die Vorzüge des Bücherlesens gegenüber dem exzessiven Fernsehkonsum berät?

Klar sollen Anwälte und Richter eine vergleichsweise Einigung vermitteln helfen. Eine Mediation ist aber ein aliud. Wer sowas will, soll gleich zum Mediator gehen.

Da stellt sich für mich die Frage, welches Selbstverständnis Anwälte von ihrem Beruf haben. Klar ist, dass sich jeder Anwalt diese Frage für sich selbst beantworten muss. Der oben zitierte Kommentator sieht sich als Anwalt wohl eher in der Rolle des Kämpfers für das Recht. Es ist sicherlich legitim, seine eigene berufliche Rolle so zu definieren. Nicht richtig ist es allerdings, diese Sichtweise zu verallgemeinern.

Ich meine daher, dass nicht richtig ist, bin Anwalt nur als Verkäufer von Fernsehern anzusehen, der alternative Konfliktlösungsmöglichkeiten (hier die Bücher) überhaupt nicht im Portfolio hat ...

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