Mahnverfahren. Kann man ja mal probieren.

Es wäre eine interessante Gerichtsverhandlung geworden. Charly kickte für einen Verein der Verbandsliga Südwest. Dort stellte man den Spielern so eine Art Ärztin oder Physiotherapeutin zur Seite. Die Dame, die gleichzeitig Akupunktur, Meerestherapie, Sauerstofftherapie, Yoga, Homöopathie und andere Rituale betreibt, durfte in Spielunterbrechungen auf den Platz sprinten um attraktive junge Männer, die sich am Boden krümmen, mit Eisbeuteln zu versehen.

Auf diese Weise lernte sie auch Charly 2-3 mal kennen. Weiteren Kontakt gab es keinen. Nachdem eines Tages die (so dachten alle) ehrenamtliche Tätigkeit der “Sportmedizinerin” beendet war, flatterten den Spielern Rechnungen ins Haus. Knapp 1.700 EUR sollte Charly bezahlen. Wofür wurde nicht ganz klar. “Kurios”, dachte sich der Kicker und zahlte nicht.

Dann machte die Dame ernst. Gerichtlicher Mahnbescheid.

Ich hätte mir gerne erklären lassen wie ein Behandlungsvertrag über welche Leistungen zustande gekommen war. Doch daraus wurde nichts. Nach Widerspruch gegen den Mahnbescheid wollte die vermeintliche Vielbehandlerin die Sache offensichtlich versanden lassen ...

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