"Verkehrsrecht" mal anders: Helmpflicht auf der Skipiste

Blogleser "Mein Name" hat mir die Überschrift und das Thema gemailt. Bekanntlich schützen Skihelme erheblich vor schweren Unfallfolgen. Die Lage ist damit ähnlich wie bei Fahrradhelmen. Trotzdem tragen immer noch viele Skifahrer keine Helme. Es stellt sich daher dann, wenn es zu einem Unfall gekommen ist die Frage: Wie ist das Nichttragen zu bewerten? Mitverschulden? Es gibt zu dem Thema hier eine Seite der Rechtsanwälte Dr. Klüver pp., auf der relevante Entscheidungen rund um den Skiunfall eingestellt sind. Lesenswert!

Zu der Thematik gibt es dann noch zwei interessante Entscheidungen des OLG München - beide im selben Verfahren ergangen. Das OLG München hat Mitverschulden bejaht:

zunächst ein Hinweisbeschluss:

OLG München: Beschluss vom 25.11.2011 - 8 U 3652/11 Leitsätze:

1. Wird ein auf der Ski-Piste in einer Gruppe - ohne Verstoß gegen die FIS-Regeln - anhaltender Skifahrer an gut einsehbarer Stelle durch einen mit hoher Geschwindigkeit fahrenden, an einer Bodenwelle stürzenden Skifahrer umgefahren und zieht sich hierbei Verletzungen am Kopf zu, die durch das Tragen eines Skihelms vermeidbar gewesen wären, dann ist insoweit eine Mitverschuldensquote von 50 % anzunehmen. (amtlicher Leitsatz)

2. Anders als beim Fahrradfahren, das eine Person z.B. auch zur Arbeit, zum Einkaufen o-ä. bringen kann, handelt es sich beim Skifahren stets um eine sportliche Betätigung. (amtlicher Leitsatz)

3. Die Begriffe "besondere sportliche Ambition, (nicht) das Erzielen hoher Geschwindigkeiten im Vordergrund" sind unscharf und kaum verifizierbar. (amtlicher Leitsatz)

4. Abgesehen davon sind die beim Skifahren erzielten Geschwindigkeiten - auch bei Anfängern - höher als die von Fahrradfahrern durchschnittlich erreichten Geschwindigkeiten. (amtlicher Leitsatz)

5. Dass i. S ...

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