Verhandlungen mit dem Arbeitgeber und die Klagefrist für eine Kündigungsschutzklage

Hat ein Arbeitnehmer die Kündigung erhalten, beträgt die Frist zur Einreichung der Kündigungsschutzklage drei Wochen. Wenn der Arbeitnehmer trotz Anwendung aller ihm nach Lage der Umstände zuzumutenden Sorgfalt verhindert war, diese dreiwöchige Frist einzuhalten, so kann die Klage nachträglich zugelassen werden. Allerdings reicht es für eine nachträgliche Zulassung nicht aus, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Ausspruch der Kündigung Verhandlungen über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses führen.

Mit dieser Begründung hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in dem hier vorliegenden Fall den Antrag auf nachträgliche Zulassung einer Kündigungsschutzklage zurückgewiesen. Die Arbeitgeberin hatte das Arbeitsverhältnis der Arbeitnehmerin am 7.11.2011 gekündigt. Am 25.11.2011 unterrichtete die Arbeitnehmerin den Geschäftsführer der Arbeitgeberin von einer Schwangerschaft ...

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