Ohne Anwalt: Allianz versucht, Geschädigten nach Unfall abzuzocken!

Nach einem Unfall kann der Geschädigte die voraussichtlichen Reparaturkosten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung – auch der Allianz – erhalten, ohne reparieren zu müssen (sog. fiktive Abrechnung).

Die Kalkulation dieser voraussichtlichen Reparaturkosten beruht häufig auf den Stundensätzen und Ersatzteilpreisen von markengebundenen Reparaturwerkstätten. Diese sind in der Regel erheblich höher, als bei so genannten freien Werkstätten. Nicht nur die Allianz möchte natürlich lieber nach den niedrigeren Stundensätzen abrechnen.

Den Streit darüber, welche Stundensätze bei der fiktiven Abrechnung eines Unfallschadens angesetzt werden dürfen, hat der Bundesgerichtshof dem Grunde nach entschieden.

Demnach kann grundsätzlich mit dem geringeren Stundenlohn abgerechnet werden, wenn – grob gesagt – drei Bedingungen erfüllt sind:

1. Die gleichwertige (günstigere) Referenzwerkstatt und muss benannt werden.

2. Keine Unzumutbarkeit des fiktiven Verweises auf freie Werkstätten. Diese liegt vor, wenn entweder

a) das Fahrzeug noch keine drei Jahre alt ist oder

b) das Fahrzeug immer in einer markengebundenen Werkstatt gewartet und bei Bedarf repariert wurde.

Die Bedingungen Nr. 1 und 2 a) werden hierbei problemlos beachtet. Allerdings wird die Bedingung 2 b) zumindest von der Allianz gegenüber einem anwaltlich nicht vertretenen Geschädigten grundsätzlich ” vergessen” ...

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