3 Wochen bleiben 3 Wochen

Verhandeln entlassene Arbeitnehmer noch einmal mit ihrem Arbeitgeber über die Kündigung, wird damit die dreiwöchige Frist zur Einreichung einer Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht nicht verlängert. Wird die Frist wegen der Verhandlungen verpasst, kann die Klage später grundsätzlich nicht mehr nachträglich noch einmal zugelassen werden, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in einem am Dienstag, 18.12.2012, bekanntgegebenen Urteil in Berlin (AZ: 6 Sa 1754/12).

Im Streitfall wurde der Klägerin am 07.11.2011 von ihrem Chef gekündigt. Als die Frau dem Geschäftsführer der Arbeitgeberin gut zwei Wochen später mitteilte, dass sie schwanger sei, kündigte dieser an, noch einmal mit seinem Rechtsanwalt über die neue Situation zu sprechen. Der Geschäftsführer bot der Arbeitnehmerin schließlich an, gemeinsam über die Kündigung zu verhandeln. Das Gespräch sollte allerdings erst einen Tag, nachdem die Möglichkeit der Einreichung einer Kündigungsschutzklage abgelaufen war, stattfinden.

Doch bei der Kündigung blieb es. Die schwangere Frau reichte daraufhin viel zu spät, am 16.01.2012, nach Ablauf der Klagefrist eine Klage beim Arbeitsgericht ein. Gleichzeitig beantragte sie die nachträgliche Zulassung der Klage. Schließlich habe sie ja die Verhandlungen mit ihrem Chef abwarten wollen.

Doch das LAG urteilte am 02.11 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK