Wir wünschen dir zum Abschied alles Gute…

Nachdem in der Vergangenheit bereits mehrere Landesarbeitsgerichte kontrovers zu abschließenden Dankes- und Wunschformeln in Arbeitszeugnissen entschieden haben, hat nun das BAG klipp und klar geurteilt, dass ein ausscheidender Mitarbeiter keinen Anspruch auf eine solche Formel hat. Er kann nach Auffassung der höchsten Richter allenfalls verlangen, dass eine solche Schlussformel gestrichen wird, wenn sie nicht mit den sonstigen Inhalten des Zeugnisses in Einklang steht.

Zu entscheiden war der Fall eines Baumarktleiters. Diesem war betriebsbedingt gekündigt worden. Das Arbeitszeugnis, das er nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhielt, bezeugte überdurchschnittliche Leistungen. Es endete mit dem Satz: „Herr K scheidet zum 28.02.2009 aus betriebsbedingten Gründen aus unserem Unternehmen aus. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“ Der Mitarbeiter hielt diesen Schlusssatz für unzureichend. Nach seiner Auffassung entwerte er das gute Zeugnis. Er forderte statt dessen folgende Formulierung: „Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute.“

Die Vorinstanz, das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg hatte seine Forderung abgewiesen. Im Jahr 2011 hatte das LAG Düsseldorf in einem vergleichbaren Fall dem Mitarbeiter einen Anspruch auf eine Dankes- und Wunschformel hingegen zugesprochen ...

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