Wenn der Schnee auf dem Dach zur Dachlawine wird

Schreibt die ordnungsbehördliche Verordnung oder Ortssatzung der Gemeinde den Hauseigentümern keine Sicherungsmaßnahmen gegen Dachlawinen vor, besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, Dritte vor Dachlawinen zu schützen. Zu speziellen Sicherungsmaßnahmen ist ein Hauseigentümer nur dann verpflichtet, wenn besondere Umstände vorliegen, wie die allgemeine Schneelage des Ortes, eine besondere Beschaffenheit und Lage des Gebäudes, allgemein ortsübliche Sicherungsvorkehrungen, die konkreten Schneeverhältnisse oder Art und Umfang des gefährdeten Verkehrs.

So das Oberlandesgericht Hamm in dem hier vorliegenden Fall eines Klägers, dessen Fahrzeug durch herabstürzende Schneemassen vom Dach eines Hauses beschädigt worden ist. Der Kläger hatte sein Fahrzeug am 27.12.2010 auf einem Einstellplatz abgestellt, der auf einem an das Hausgrundstück der Beklagten angrenzenden Grundstück liegt. Dort wurde es durch vom Dach des Hauses der Beklagten herabstürzende Schneemassen beschädigt. Den Ersatz seines mit über 6.800 € bezifferten Schadens hatte die Beklagte abgelehnt ...

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