Darf Instagram meine Bilder WIRKLICH verkaufen?

Heute geht ein Aufschrei durch die Presse: Instagram wolle die AGB ändern und nun stimme ab Januar jeder Benutzer zu, dass Instagram die Bilder Dritten weiterverkaufen dürfe, ohne dass der eigentliche Urheber gefragt wird.

“[...] stimmen Sie zu, dass eine Organisation oder ein Unternehmen uns dafür bezahlen kann, um Ihren Nutzer-Namen, Ihr Portrait oder Ihre Bilder in Verbindung mit Werbemaßnahmen zu verwenden, ohne dass Sie eine Kompensation erhalten. “

GEHT das denn so einfach? NEIN! Jegliche Panikmache ist insofern ungerechtfertigt, auch den “Account zu löschen”, da es an der Urheberrechteinhaberschaft nichts ändert, ob man die Bilder auf irgend eine Plattform hochläd oder nicht. Denn es stellt sich dann ja zunächst einmal die Frage, ob einseitig überhaupt die Bedingungen geändert werden können – davon abgesehen darf in AGB nicht einseitig ein Nutzer benachteiligt werden, was hier klar der Fall ist!

Der Urheber hat nunmal einen Anspruch auf Urheberbenennung, Nutzungslizenzen – also entsprechende, angemessene Vergütung etc. Und dies steht so im Urhebergesetz. Ein Ausschluss wäre insofern nicht wirksam, darüber hinaus auch eine “überraschende Klausel”. Wer ahnt denn schon, dass und wenn ja wie viele Leute dann womöglich Geld mit den eigenen Bildern verdienen? Eben, eine solche Klausel als “das wurde bewußt vom Nutzer so abgesegnet” zu unterstellen, wäre Unfug.

Und nicht nur der Urheber von Bildern hat Ansprüche, auch der nur “Abgebildete” kann nach seinem ihm zustehenden Urheberpersönlichkeitsrecht untersagen, dass sein Konterfei genutzt wird. Nach Deutschem Recht geht das jedenfalls nicht so einfach, wie Instagram es hier medienwirksam mit dem Hinweis auf die AGB-Änderungen gerade darzustellen versucht!

Genau dieses Phänomen gab es schon einmal im Mai 2011 bei der Plattform “Twitpic” http://www.neubauerlaw ...

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