Betrug: Falscher Krankenpfleger erhält Freiheitsstrafe

Ein bereits vorbestrafter Betrüger erschlich sich zwei Jobs als Krankenpfleger. Dabei stellte er die nötigen Schriftstücke, die seine Qualifikationen belegen sollten, selbst am PC her. Mehr als ein Jahr lang arbeitete der 50-Jährige auf seine neuen Posten und erhielt dabei auch ungerechtfertigt Gehalt. Zusätzlich wurden zwei Diebstähle im Prozess verhandelt, da der Angeklagte während seiner Tätigkeit zwei Frauen bestohlen haben soll. Insgesamt soll er Schmuck im Wert von rund 6.000 Euro entwendet haben. Der Angeklagte gestand vor dem Landgericht Berlin die Taten. Er selbst habe, nach eigenen Angaben, eine Ausbildung zum Krankenpfleger in Spanien absolviert. Diese sei aber in Deutschland nicht anerkannt worden. Seine Arbeitgeber vertröstete er mehrfach, als sie die Originalurkunden seiner Qualifikationen erbaten.

Das Landgericht Berlin verurteilte den Mann wegen Betrugs und Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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