mTAN-Betrug: Millionenschäden bei Bankkunden

Bis zu 36 Millionen Euro sollen mehrere Täter mit Hilfe eines Online-Banking-Trojaners von über 36.000 Bankkunden erbeutet haben. Alleine in Deutschland sollen 13 Millionen Euro an Schaden durch den Betrug entstanden sein. Es sind neben Deutschen aber auch noch Kunden in Italien, Spanien und den Niederlanden betroffen.

Die Täter schleusten im ersten Schritt einen Trojaner auf den Computer ihrer Opfer. Sobald der Kunde dann sein Online-Banking startete, fragte der Trojaner nach Handynummer und Handymodell. Anschließend bat es den Kunden, ein Sicherheitsupdate auf dem Handy durchzuführen. Dazu schickten die Täter einen Link per SMS an das Handy. Folgten die Kunden auf ihrem Handy diesen Link, installierte sich ein zweiter Trojaner auf dem Mobiltelefon. Betroffen seien ausschließlich Android- und Blackberry-Nutzer. Der Trojaner überwachte ab diesem Zeitpunkt den SMS-Verkehr. Die Täter konnten nun eine Überweisung online in Auftrag geben und die per SMS zugeschickten mTAN abfangen. Damit buchten die Täter jeweils Summen zwischen 500 und 250.000 Euro von den Konten ab.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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