Katholische Klinik hat konfessionslosen Bewerber diskriminiert

Ein katholisches Krankenhaus darf einen Bewerber auf eine Stelle als Intensivpfleger nicht wegen seiner fehlenden Konfession einfach ablehnen. Andernfalls stellt dies eine entschädigungspflichtige Diskriminierung dar, urteilte am Freitag, 14.12.2012, das Arbeitsgericht Aachen (AZ: 2 Ca 4226/11). Das Krankenhaus muss nun dem Kläger drei Bruttomonatsgehälter als Entschädigung zahlen.

Im September 2011 hatte sich der Mann auf eine Stelle als Intensivpfleger in einem katholischen Krankenhaus beworben. Doch der Stellenbewerber erhielt eine Absage. Er sei zwar fachlich geeignet, gehöre jedoch keiner Religionsgemeinschaft an.

Dies stellt nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz jedoch eine Diskriminierung dar, so das Arbeitsgericht. Die katholische Klinik könne sich hier nicht auf ihr im Grundgesetz geschütztes kirchliches Selbstbestimmungsrecht berufen, „wenn sie allein auf die formelle Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft abstellt“. Dies dürfe sie nach ihren eigenen Regelungen nur bei der Besetzung von Stellen im pastoralen, katechetischen sowie in der Regel im erzieherischen Bereich und bei leitenden Positionen verlangen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK