Die schwangere Schwangerschaftsvertretung

LAG Köln, Urteil vom 11.10.2012, 6 Sa 641/12

In der Rechtsprechung ist allgemein anerkannt, dass die Frage eines Arbeitgebers im Einstellungsgespräch, ob die Bewerberin schwanger sei, unzulässig ist. Eine schwangere Bewerberin darf auf eine solche Frage lügen. Wegen dieses "Rechts zur Lüge" kann der Arbeitgeber später den Arbeitsvertrag nicht wegen vermeintlich arglistiger Täuschung der Arbeitnehmerin anfechten. Das LAG Köln hatte sich nun mit einem Fall zu beschäftigen, in dem es um eine befristete Stelle als Schwangerschaftsvertretung ging. Der Arbeitgeber stellte insoweit Frau R ein. Davon, dass Frau R schwanger ist, wusste der Arbeitgeber nichts. Zwar hatte er nicht nach einer Schwangerschaft gefragt; sie hatte aber auch von sich aus insoweit nichts gesagt. Wenige Wochen nach der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages informierte Frau R nun ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft ...

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