Rezension Strafrecht: Sexualstraftaten

Laubenthal, Handbuch Sexualstraftaten, 1. Auflage, Springer 2012 Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Eines der unbeliebtesten Teilgebiete des Strafrechts sind die Sexualdelikte. Kaum Gegenstand während der Ausbildung wird man in der Praxis mit diesen recht früh konfrontiert, sei es als Richter, Staatsanwalt oder Verteidiger. Neben einer fundierten materiell-rechtlichen Kenntnis der Materie sind in solchen Verfahren zunächst vertiefte prozessuale Kenntnisse erforderlich, gerade um die Zeugenaussagen richtig bewerten zu können, Schutzpflichten gegenüber den Opfern ausüben zu können und ein der Tat angemessenes Strafmaß zu finden und zu begründen. Darüber hinaus müssen die Verfahrensbeteiligten mehr als sonst weitere Qualifikationen aufweisen, um der psychologisch und mitunter pädagogisch schwierigen Prozesssituation Herr zu werden. Letztendlich benötigt man zu jedem dieser Elemente ein eigenes Lehrbuch, da ein Kompendium zu allen drei Aspekten kaum zu bändigen wäre. Im nunmehr neu erschienenen Handbuch Sexualstraftaten wird befassten Verfahrensbeteiligten eine Grundlage zum materiellen Recht geboten, auf der man sodann weitere Kenntnisse erwerben kann. Die Gestaltung des Handbuchs ist übersichtlich, aber ein bisschen farblos. Der Fließtext ist zwar gut gegliedert, aber doch recht dicht im Erscheinungsbild, die Hervorhebungen sind nur sparsam eingesetzt und auch die vielen Beispielsfälle aus der Rechtsprechung hätten graphisch markanter in den Blickpunkt gerückt werden können. Schaubilder und andere visualisierende Instrumente sind nur vereinzelt aufzufinden, dabei hätte man mit Prüfungsschemata, Merksätzen, Formulierungshilfen für das Verfahren und anderen Elementen die Materie viel greifbarer machen können. Die Fußnoten sind reichhaltig, ebenso die enthaltenen Verzeichnisse ...Zum vollständigen Artikel

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