BGH: Erzwungenes “Lecken” ist lediglich eine sexuelle Nötigung iSd § 177 Abs. 1 StGB

Ist das “Lecken” einer Geschädigten nicht mit dem Eindringen in den Körper verbunden, handelt es sich nicht um eine Vergewaltigung

Die Angeklagten wurden wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung vom Landgericht Dessau-Roßlau verurteilt. Das Landgericht stellte fest, dass die beiden Angeklagten die behinderte Frau über mehrere Wochen misshandelten und demütigten. Dabei erzwang einer der Angeklagten den Oralverkehr mit dem Opfer. Dies war verbunden mit einem Eindringen in den Körper und damit eine Vergewaltigung im Sinne des § 177 Abs. 2 StGB.

Bei der ebenfalls angeklagten Mittäterin kam es jedoch lediglich zu einem “Lecken”. Dies war, nach Feststellung des Landgerichts, nicht mit einem Eindringen in den Körper verbunden. Somit lag auch keine Vergewaltigung vor, sondern lediglich eine sexuelle Nötigung. Das anschließende Einführen von Zahnbürste und Weinflasche erfolgte durch das Opfer selbst und erfüllt damit nicht den Tatbestand des § 177 Abs. 1 StGB ...

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