Notwehr: Freispruch für Tochter, nachdem sie ihren Vater erschoss

Die heute 25-jährige Frau soll im Jahr 2009 ihren Vater erschossen haben. Der 150 Kilogramm schwere Kampfsportler war als streitlustig bekannt und ging auch am Tattag auf die junge Frau los. Dadurch verletzte er die damals 22-Jährige leicht. Dabei soll er sie auch mit dem Tode bedroht haben.

Die Tochter schoss daraufhin mit einem Revolver vier Mal auf ihren Vater. Nach einer kurzen Flucht wurde die junge Frau festgenommen, ihr Vater erlag den Verletzungen noch in der Wohnung. Das Bezirksgericht Horgen urteilte, die Frau habe in einer Notwehrsituation gehandelt. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Berufung ein beim Zürcher Obergericht, zog die Berufung jetzt aber zurück. Damit ist die junge Schweizerin rechtskräftig freigesprochen.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

Ähnliche Beiträge: Freispruch: Totschlag und Notwehr Strafrecht / Totschlag / Notwehr / Haft In einem Strafprozess in der Schweiz ist es jetzt trotz erwiesenem Totschlag zum Freispruch gekommen. Die 24-jährige Angeklagte erschoss ihren rund 150 kg schwereren Vater aus Notwehr. Dieser drohte ihr mehrmals, sie mit einem . ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK