LG Hamburg zum Urheberschutz von Interviewfragen

Das LG Hamburg (308 O 388/12) hat den Urheberschutz von Interviewfragen bejaht. Im Zuge einer Recherche über fragwürdige Parteispenden bei der FDP hatte das Magazin "der Stern" den Liberalen einen umfangreichen Fragenkatalog mit der Bitte um Stellungnahme zukommen lassen. Die FDP lieferte Antworten und veröffentlichte diese zusammen mit den Fragen auf ihrer Homepage. Hiergegen beantragte der Stern eine einstweilige Verfügung, die er nun vom LG Hamburg bekommen hat. Die Geschichte aus Sicht des Stern-Journalisten ist hier abrufbar. Die Begründung für das Vorgehen des Stern ist interessant. Neben dem Urheberrecht spielt auch der Wunsch nach Selbstbestimmung über die Veröffentlichung journalistischer Rechercheergebnisse eine Rolle.

Das LG Hamburg kommt jedenfalls zu dem Ergebnis, die Interviewfragen seien Sprachwerke nach § 2 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 2 UrhG, also eine persönliche geistige Schöpfung des Erstellers ...

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