Fragerecht des Arbeitgebers im Vorstellungsgespräch

In dem Vorstellungsgespräch wird der Arbeitgeber dem Stellenbewerber eine Vielzahl von Fragen stellen, um möglichst viel über seien potentiellen neuen Mitarbeiter zu erfahren, ggf. mittels eines Personalfragebogens. Im Gegensatz hierzu will der Stellenbewerber seine Privatsphäre wahren.

Dieser Interessengegensatz wird dadurch gelöst, dass der Arbeitgeber nur solche Fragen stellen darf die im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz oder der zu leistenden Arbeit stehen und an deren Beantwortung er ein berechtigtes Interesse hat.

Sofern der Arbeitnehmer eine an sich zulässige Frage falsch beantwortet und er erkennen musste dass die Frage oder Tatsache für das Arbeitsverhältnis wesentlich und die Verschweigung ursächlich ist liegt eine arglistige Täuschung vor. Die arglistige Täuschung hat zur Folge, dass der Arbeitsvertrag für den Arbeitgeber anfechtbar ist. Darüber hinaus wäre eine auf die wahrheitswidrige Beantwortung der Frage gestützte Kündigung innerhalb der ersten sechs Monate auch nicht wegen Sittenwidrigkeit unwirksam ...

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