Erneutes Urteil zu Schadensersatzklagen von Anlegern der Lehman Brothers Holdings Inc.

In den beiden zugrundeliegenden Fällen beschäftigte sich der Bundesgerichtshof abermals mit Schadensersatzklagen von Anlegern in Bezug auf den Zertifikatserwerb von der holländischen Tochterfirma der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc.

Konkret ging es um Anleger, die im Februar des Jahres 2007 “Global Champion Zertifikate” von der gleichen beklagten Bank für Anlagebeträge für eine Summe von 20.000 Euro bzw. 32.000 Euro zu einem Stückpreis entsprechend des Nennwerts von 1.000 Euro erwarben. Diese Zertifikate waren Inhaberschuldverschreibungen der holländischen Lehman Brothers Treasury Co. B.V.. Die Rückzahlung dieser Inhaberschuldverschreibungen wurden durch die US-amerikanische Lehman Brothers Holdings Inc. zugesichert. Wann und in welcher Höhe die Zertifikate bzw. eventuelle Boni (8,75 % der angelegten Summe) zurückgezahlt werden sollten hing von der Entwicklung dreier Aktienindizes ab. Von der Emittentin bekam die Beklagte je eine Provision in Höhe von 3,5 %. Diese offenbarte sie den Anlegern nicht.

Zertifikate wegen Insolvenz wertlos

Im September des Jahres 2008 ging sowohl die Emittentin als auch die Garantin insolvent, weshalb die erworbenen Zertifikate weitgehend ihren Wert verloren. Nun forderten die Anleger mit ihrer Klage die Rückzahlungen der Anlagebeträge abzüglich der Bonuszahlungen, die vor der Insolvenz der Emittentin durchgeführt wurden.

Klage im ersten Fall erfolgreich

Im ersten Fall war die Klage erfolgreich ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK