Diebstahl des sog. Störtebeker-Schädels – 1 Jahr mit Bewährung

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Das LG Hamburg teilt in seiner PM vom 07.12.2012 mit: Der Diebstahl des sog. Störtebeker-Schädels “kostet” 1 Jahr Freiheitsstrafe mit Bewährung. Im Einzelnen:

Das Amtsgericht Hamburg hat im Zusammenhang mit dem Diebstahl des sogenannten Störtebeker-Schädels aus dem Museum für Hamburgische Geschichte den 38jährigen Angeklagten G. wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der ebenfalls angeklagte J. wurde wegen Begünstigung zu einer Geldstrafe verurteilt, der Angeklagte S. freigesprochen.

Im Januar 2010 wurde aus dem “Piratenraum” des Museums für Hamburgische Geschichte der sog. Störtebeker-Schädel – vom Museumspersonal zunächst unbemerkt – entwendet. Bei dem Schädel handelt es sich um den Totenschädel eines um das Jahr 1400 herum enthaupteten und gepfählten Mannes. Nachdem sich die Suche nach den Dieben zunächst schwierig gestaltete, gelangte der Schädel im März 2011 zurück an die Polizei. Übergeben wurde er von einem der drei Männer, die sich nun als Angeklagte vor dem Amtsgericht Hamburg zu verantworten hatten. Während die Staatsanwaltschaft diesem Angeklagten vorwarf, den Schädel an sich genommen zu haben, um ihn später zu verkaufen oder sonst gewinnbringend zu nutzen, standen die beiden anderen Angeklagten wegen des Diebstahls vor Gericht. Mangels unmittelbarer Zeugen für den Diebstahl kam es in der Beweisaufnahme zentral darauf an, ob den Angeklagten die Taten auf andere Weise nachgewiesen werden konnten. Dies war bei dem Angeklagten Sven G. der Fall. So bekundete eine Zeugin, die damalige Lebensgefährtin des G., dass G. ihr in seiner Wohnung den Schädel gezeigt und geschildert habe, wie leicht man an diesen habe gelangen können. Auch wenn der Angeklagte G ...

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