BGH-Urteil zum Autodiebstahl

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 6. Juli 2011 (nach altem Recht) entschieden (Az.: IV ZR 108/07), dass einem Versicherungsnehmer nicht der Versicherungsschutz versagt werden darf, wenn er nach dem Diebstahl seines Fahrzeuges versehentlich behauptet, über mehr Schlüssel zu verfügen, als tatsächlich vorhanden sind. Im März 2004 war dem Kläger ein bei dem Beklagten versicherter Lkw gestohlen worden. Er gab sowohl gegenüber der Polizei als auch in der schriftlichen Schadenanzeige an, dass es zu dem Fahrzeug vier Schlüssel geben würde. Einen der Schlüssel würde er aufbewahren, über zwei Schlüssel würden Mitarbeiter verfügen – und der vierte Fahrzeugschlüssel befinde sich in einem verschlossenen Werkzeugschrank in seinem Büro. Nachdem er von seinem Versicherer dazu aufgefordert worden war, ihm die Fahrzeugschlüssel zu überlassen, händigte er nur drei Schlüssel aus und begründete das damit, dass es nur noch drei Schlüssel gebe, weil ein Mitarbeiter ohne sein Wissen einen der beiden ursprünglichen Originalschlüssel nach einem Austausch des Zündschlosses entsorgt habe. Bei seiner Schadenmeldung habe er angenommen, dass sich dieser Schlüssel in dem Werkzeugschrank befinde ...Zum vollständigen Artikel


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