Beamtenbestechung: Durchsuchung in der Redaktion der Berliner Morgenpost

Die Berliner Polizei hat das Büro eines Journalisten der Berliner Morgenpost durchsucht. Dem Journalisten wird vorgeworfen, dass er einen Polizisten für Informationen bezahlt haben soll. Ebenfalls wurde die Wohnung des Springer-Journalisten durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten dabei mehrere Computer und CDs. Konkret geht es um den Vorwurf der Weitergabe von Informationen über geplante Aktionen gegen die Rockerszene in Berlin. Im Frühjahr scheiterte eine Razzia in der Szene, da die beteiligten Personen anscheinend zuvor darüber informiert wurden. Seitdem ermittelt die Polizei in den eigenen Reihen. Dabei konnte ein Sachbearbeiter aus dem Spezialdezernat für das „informationsleck“ ermittelt werden .Diese Spur führt nun auch zu einem Journalisten.

Der Axel-Springer-Verlag weist die Verdächtigungen zurück. Mit Blick auf die Pressefreiheit und das Redaktionsgeheimnis hält der Verlag das Vorgehen der Ermittler für unverhältnismäßig und damit für rechtswidrig. So hätte der Verlag einem LKA-Beamten zwar Geld gezahlt, jedoch nicht für Informationen, sondern als Honorar. Der Polizist soll einen Reporter bei Recherchen im Kinderhändler-Milieu als Bodyguard beschützt haben. Der Verlag kündigte an, Rechtsmittel einzulegen.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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