Neue AGG-Rassen beim Verwaltungsgericht

Nein, keine Angst, es gibt keinen neuen Rassismusskandal. Aber die Diskussion, ob ein Schwabe oder Sachse eine innerdeutsche Ethnie ist (der schlimme Begriff “Rasse” soll im AGG übrigens nicht bedeuten, der Gesetzgeber erkenne Rassentheorien an…), die bewegt Deutschland nach wie vor. Vom Ossi wissen wir ja aus Stuttgart, dass er/sie keine eigene Ethnie darstellt. Aber die Begründung des Arbeitsgerichts in der Schwabenstadt war ambivalenter als die mancher AGG-Kommentare. Könnte der Schwabe also nicht doch eine Ethnie sein, ein kleines bisschen wenigstens, wenn schon Ossis und Wessis keine sind? Der Schwabe – oder gar der Berliner?

Letzteres hat jetzt ein Lehrer ausprobiert. Er wurde – anders als andere Ethnien, z.B. Schwaben (!), nicht in das Beamtenverhältnis übrrnommen. Dagegen klagte er beim Verwaltungsgericht. Er sei im Sinne des AGG ethnisch diskriminiert. Er hatte auch klare Belege:

Er machte geltend, er gehöre zur Ethnie der „Berliner“ und trug hierzu u.a. vor, er spreche den Berliner Dialekt und esse traditionelle Berliner Gerichte, wie z.B. das Bollenfleisch. Er sei allein aus diesem Grund nicht verbeamtet worden.

Ethnische Diskriminierung also? Da hat er mittelbar sogar Recht, denn sein Ausschluss von Unkündbarkeit, Pensionsanspruch und Beihilfe hat einen banalen Grund. In Berlin werden nur Beamte aus anderen Bundesländern in den Schuldienst übernommen. Wer nicht schon Beamter ist, muss es als Angestellter machen. Vorteil Schwaben? Na ja – das Ganze gilt auch für Berliner, die in Bayern ausgebildet und verbeamtet wurden. Das dokumentiert doch eine hochgradige Toleranz in der Schulverwaltung, zumal z.B ...

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