Ihr Kinderlein kommet

Der Arbeitgeber darf, das ist Allgemeingut, eine Stellenbewerberin im Einstellungsgespräch nicht nach einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft befragen. Antwortet die Bewerberin auf eine gleichwohl gestellte Frage falsch, kommt eine Anfechtung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber (§ 123 Abs. 1 BGB) nicht in Betracht. Erst recht ist eine Bewerberin nicht von sich aus, also ohne entsprechende Frage, zur Offenlegung ihrer Schwangerschaft verpflichtet.

Die schwangere Schwangerschaftsvertretung

Das LAG Köln hatte jetzt die besondere Konstellation zu entscheiden, dass die Einstellung gerade zum Zwecke der Vertretung einer schwangeren Stammkraft erfolgen sollte. In einem solchen Fall könnte man das Interesse des Arbeitgebers an der korrekten Beantwortung der Frage höher bewerten als im Normalfall, u.U. sogar eine Offenbarungspflicht anerkennen. Nach Auffassung des LAG Köln muss jedoch auch eine Frau, die befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt wird, dem Arbeitgeber vor Abschluss des Arbeitsvertrages nicht offenbaren, dass sie ebenfalls schwanger ist (LAG Köln, Urt. vom 11.10.2012 - 6 Sa 641/12) ...

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