“Advent, Advent ein Buddhistlein brennt…”

“…erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier und schon steht Buddha vor der Tür”

Der geneigte Leser denkt jetzt: “Brennende Menschen, Advent und Buddha?” Ja, man muss durchaus davon ausgehen, dass diese Mischung das Resultat übermäßigen Glühweinkonsum ist, obwohl sie einen nie da gewesenen und innovativen Stilmix zwischen Quentin Tarantino und Burton darstellt. Bis Weihnachten würde es dieser Film aber leider nicht mehr in die Kinos schaffen, leider.

Eigentlich soll das hier ein Artikel über einen kuriosen Fall der “Geschäftsführung ohne Auftrag” (kurz GoA) werden, aber vielleicht ist er ja inhaltlich wirklich filmreif.

Zur Einleitung, was ist die GoA eigentlich? Die Geschäftsführung ohne Auftrag ist ein Unterfall des Auftrages aus §662 BGB und regelt quasi das genaue Gegenteil in den §§677 ff. BGB.

Tatbestandlich dingfest kann man die GoA an den folgenden Merkmalen machen. Der Geschäftsführer muss ein objektiv fremdes Geschäft, willentlich, ohne dass ein Auftrag des Geschäftsherrn besteht, im Interesse und unter der Berücksichtigung des Willens desselben führen.

Knackpunkt ist hier, das eben kein Vertrag zwischen den Parteien zustande kommt, da es an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen fehlt und trotzdem ein Schuldverhältnis zwischen Geschäftsherr und Geschäftsführer entsteht. Dieses ist als quasi-vertragliches zu charakterisieren, da es immerhin auf den übereinstimmenden Willen beider ankommt. Das führt weiterhin dazu das man annehmen kann, alle Vorschriften, die sich auf vertragliche Schuldverhältnisse beziehen auch analog auf die GoA anwenden zu können.

Sind alle Merkmale der GoA erfüllt kann der Geschäftsführer gem. §683 BGB Ersatz seiner Aufwendungen verlangen. Genau hier kommt unser Buddhist B ins Spiel.

Der Buddhist B ist mit der Tibetpolitik Chinas unzufrieden ...

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