Schmelzer Freispruch überhaupt möglich?

Das angebliche Handspiel von Marcel Schmelzer sorgte für Diskussion. Klar ist, dass es kein Handspiel war. Der Schiedsrichter entschuldigte sich.

Der Kontrollausschuss will nun am Montag die Einstellung des Verfahrens gegen Marcel Schmelzer beantragen. Doch geht das überhaupt?

Grundsätzlich ist gem. § 4 I 1 RVO-DFB nämlich ein Spieler der die Rote Karte bekommt bis zu einer Entscheidung durch das Sportgericht automatisch gesperrt. Damit wird ohne Ausnahme ein Verfahren vor dem Sportgericht ausgelöst. Nach § 14 S.2 RVO-DFB können die können sogar Benachrichtigung und Aufforderung zur Abgabe einer Stellungnahme unterbleiben. Ein Verfahren wird also immer bei einer Roten Karte eingeleitet.

Im nächsten Schritt kündigt der Kontrollausschuss des DFB nach Eingang des Schiedsrichterberichtes gegenüber dem Verein und des Betroffenen, dass von ihm ins Auge gefasste Strfamaß an und bittet um Stellungsnahme des Betroffenen. Zu diesem Zeitpunkt ist Schmelzer, obwohl der Kontrollausschuss hier Einstellung des Verfahrens fordert noch nicht frei gesprochen.

Nach § 15 Nr.2 RVO-DFB stellt der Kontrollausschuss dann bis 14.00 Uhr des dem Spieltag nachfolgenden Tages schriftlich Strafantrag beim Einzelrichter. Dabei erklärt er auch, ob der Betroffene Spieler mit dem Strafmaß einverstanden ist. Ist er einverstanden hat der Einzelrichter nach § 15 Nr.2 II RVO-DFB dem Antrag zu entsprechen, sofern keine grundsätzliche Bedenken bestehen ...

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