Muss ein rechtswidrig aufgestelltes Verkehrsschild beachtet werden?

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf (Urteil vom 21.08.2012 - 14 K 2727/12) hatte sich jüngst mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Kosten für das Abschleppen eines Kraftfahrzeugs von dem KfZ-Halter wegen Falschparkens verlangt werden können, obwohl sich das Verkehrsschild im Nachhinein als rechtswidrig herausgestellt hat.

In dem Fall hatte der Betroffene in einem Straßenbereich vor einem Haus geparkt, an dem ein Verkehrsschild mit dem Aufdruck „Feuerwehrzufahrt- Fläche für Feuerwehr freihalten“ angebracht war. Die Hausbesitzerin ließ den PKW daraufhin abschleppen und verlangte Ersatz für die dafür entstandenen Kosten vom Betroffenen.

Dieser brachte daraufhin im Verfahren vor, dass es sich bei dem Straßenbereich tatsächlich gar nicht um eine Feuerwehrausfahrt handele, da es an einer entsprechenden Zufahrt fehle. Denn das Verkehrsschild „Feuerwehrzufahrt“ sollte in diesem Fall nur dazu dienen, den dortigen Notausgang eines Kinos freizuhalten und etwaige Kinobesucher beim Verlassen des Kinos nicht zu behindern.

Das Gericht ließ in seinem Urteil zwar offen, ob die Beschilderung „Feuerwehrzufahrt“ in diesem Fall rechtswidrig war. Unabhängig davon hätte der Betroffene dennoch die Beschilderung beachten müssen ...

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