Werbeblättchen "Einkauf Aktuell": Post muss bei unverlangtem Einwurf 2.000,00 € Strafe zahlen.

Ärgern Sie sich auch über "Einkauf aktuell", die Postwurfsendung, die von der Post selber kommt und mit der sie Werbung für allen möglichen Krims und Krams macht? Jedesmal, wenn ich Samstags das Ding aus dem Briefkasten hole, denke ich mir: "Wie lange muss der Regenwald für sowas noch herhalten?" 18 Millionen Exemplare bringt die Post jede Woche in Umlauf. Und jedes Exemplar ist auch noch extra in Plastik verpackt, weil die Post zusammen mit "Einkauf Aktuell" weitere, ebenso überflüssige Werbeblattl anderer Anbieter verteilt. Was für eine wahnsinnige Verschwendung! Der hochgeschätzte Kollege RA Henning Graewe hat nun einen Weg gefunden, dem Unfug mindestens teilweise Einhalt zu gebieten. Er hat - in eigener Sache - vor dem Landgericht Lüneburg eine Entscheidung gegen die Post erwirkt, die nichts weniger sagt als: Postwurfsendungen gegen den ausdrücklichen Willen des Empfängers seien eine unzumutbare Belästigung und ein Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Wow! Siehe LG Lüneburg v. 04.11.2011, Az. 4 S 44/11, hier das Urteil im Volltext. Alles, was man tun muss, um den Einwurf zu verhindern, erläutert das Gericht schon im Tenor der Entscheidung:
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